Projektbeispiel für einen Feng Shui Garten

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Entwurf 1


Entwurf 2

Feng-Shui-Garten

Feng-Shui-Garten

Feng-Shui-Garten

Entwurf für einen Feng-Shui-Garten

 

  •   Feng Shui: ist ein grundlegendes Prinzip der gestaltenden Konzeption des Gartens. Das Bagua weist jedem Lebensbereich einen entsprechenden Gartenbereich zu, der dann durch seine besondere Gestaltung diesen Lebensbereich fördert und stärkt. Der Fluss der Lebensenergie Chi soll ungehindert durch alle Bereiche des Gartens und damit des Lebens möglich sein. Daher verläuft der neu anzulegende Weg - sein Belag besteht aus hellem Perlkies, eingerahmt und gehalten durch Randstreifen aus dem vorhandenen Betonpflaster, in angenehmem Schwung vom Haus in den Garten, indem er die einzelnen Bereiche verbindet.

 

 

 

 

Karriere

 

 

 

 

 

 

 

 

Der zentrale Übergang vom Wohnhaus in den Garten entspricht dem Bereich ‚Karriere’ mit der Terrassen. Um das Thema ‚Karriere’ zu fördern, ist es sinnvoll, hier einen besonders anziehenden Bereich zum Aufenthalt zwischen Innen und Außen zu gestalten, als ob man Zeit zum Verweilen benötigt für die Entscheidung, wo man sich als nächstes hinwendet... Eine dem fördernden Element Metall entsprechende Pergola aus Edelstahl führt die Überdachung sinngemäß nach draußen fort und schützt mit der Berankung der Glyzinie vor großer Hitze. Dem Bereich Karriere ist das Element Wasser zugeordnet, deshalb bietet es sich an, mit dem Geplätscher einer Fontäne oder Wasserglocke das Wasser für den Wasserlauf hier in Bewegung zu setzen und die Terrasse mit dem Geräusch kühlenden Wassers zu bereichern. Gleichzeitig laden Wasser und der spannungsreiche Bogen des Weges zum Entdecken des Gartens ein.

 

 

 

 

 

Tai Chi

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Zentrum des Gartens ist Sammelpunkt der Energie und strahlt als einfache Rasenfläche Ruhe aus.

 

 

 

 

 

 

Wissen

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Bereich ist Raum für Einkehr und Stille. Ein einzelner Sitz aus Stein unter einem Baumdach und von Sträuchern halb verdeckt, lädt zur Kontemplation ein: er ist ein attraktiver Blickfang, die Atmosphäre so angenehm, dass sie anziehend wirkt. Der Blick schweift von hier aus durch den Garten, beruhigt durch das Plätschern des Wassers.Hier hält der Betrachter vom Alltagsgeschehen inne und sammelt Kraft.

 

 

 

 

Familie

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders förderlich ist hier der lauschige Sitzplatz mit großem runden oder ovalen Tisch auf dem Steg, an dem alle Familienmitglieder und Freunde unter dem Laubdach der Magnolie in unmittelbarer Nähe des Wassers Platz  finden. Eine Reihe Zebragras (Miscanthus sinensis ‚Zebrinus’) trennt Weg und Steg und erinnert an einen Gang durch's Schilf. Die lockere Strauchpflanzung vor der Mauer als Ruhe ausstrahlender Hintergrund und notwendige Abschirmung zur Straße bietet zusammen mit der Unterpflanzung aus attraktiven Stauden in vielfältigen Blattstrukturen und Blütenformen, wie z.B. Waldgeißbart, Hosta, Hortensien, weißer Phlox, Farne und Gräser, einen Blickfang sowohl vom Sitzplatz aus, als auch für den Betrachter vom Weg aus. Klangwerkzeuge aus Holz in säulenförmig aufstrebender Form bereichern diesen Bereich zusammen mit dem Geplätscher des Wasserlaufes noch um akustische Sinneswahrnehmungen.

 

 

 

 

Reichtum

 

 

 

 

 

 

 

 

Wichtigste Vorraussetzung für die Gestaltung des rückwärtigen Gartenraumes ist die Errichtung einer Mauer als Abschluss und zur Abschirmung von Lärm und Einblicken von Außen in einer Höhe von 2,00 m. Das Element Wasser wirkt Reichtum fördernd, weshalb das gewünschte Schwimmbecken in diesem Bereich eingeplant ist. Geschützt vor Wind und Einfluss von außen kann sich die Familie im Wasser erfrischen und auf dem Steg – Holz ist das zugeordnete Element – ausruhen. Sitzmöbel und Deckchairs sollten hier deshalb auch aus Holz sein, da Metall hemmend wirkt. Das Wasser des Schwimmbeckens könnte nach dem Vorbild von Schwimmteichen mit Pflanzen und Kiesfilter gereinigt werden, so dass auf den Einsatz von Chemie verzichtet werden kann. Lichtsäulen (Strahlen von unten nach oben) erhellen diesen Bereich abends und auch im Winter. Die Säulenform findet sich auch in den ausgewählten Bäumen: der Raketenwacholder, Säulenkirsche und geschnittene Eibe, deren Form vor der Mauer besonders gut zur Geltung kommt. Gelockert werden diese strengen Säulen von aufrecht wachsendem Bambus und Gräsern mit zarten beweglichen Halmen.

 

 

 

 

 

Ruhm

 

 

 

 

 

 

 

 

Innere Strahlkraft, das „Licht der Persönlichkeit“ zeigt sich in dieser Zone. Hier werden edle Accessoires, z.B. eine Feuerschale platziert, die wiederum die persönliche Ausstrahlung nähren. Das diesem Bereich zugeordnete Element Feuer prädestiniert für den Grillplatz: Natursteinquader bieten sich entlang des Weges zum Sitzen und Schauen an. Eibe und Stechpalme werden in Kegelform geschnitten und von kegelförmigem Lichtstrahl erhellt. In der Raumstruktur ist dieser Bereich durch die Ausrichtung zur Mitte eng mit dem Zentrum Tai Chi verbunden.

 

 

 

 

Partnerschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

Dem Bereich Partnerschaft wird nach dem Bagua – Prinzip das Element Erde zugeordnet und demnach Pflanzenformen, die rund wachsen und sich zur Erde neigen. Ein Pavillon, der Zweisamkeit gewidmet, erhält in dieser Gartenecke eine entsprechende Dachform. Die Hängekirsche mit ihren Zweigen beschirmt und schützt diesen Bereich ebenso wie der Bambus, dessen Halme weit überhängen. Holz wirkt in diesem Bereich hemmend, deshalb wird der Pavillon gemauert und entsprechend dem Element Erde mit Ziegeln oder Schiefer gedeckt.

 

 

 

 

Kreativität

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Zone ist die aktivste des Gartens und diejenige, die am stärksten die Kreativität fördert. Deshalb ist ihre Gestaltung heiter, abwechslungsreich und anregend. Zum unteren Garten führt eine bequeme und einladende Treppe, die von Buchskugeln u.a. flankiert wird, so dass das Chi nicht ungebremst den Hang hinuntersausen kann.

 

 

 

 

Freunde

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser Raum bildet wieder den Übergang vom Haus in den Garten und symbolisiert den regen und intensiven Austausch mit der Umwelt. Positiv wirkt das Element Metall mit den Farben Weiß, Silber und Gold. Um diesen Bereich zu fördern, dient ein einfaches, leichtes Rankgerüst aus Metall Rosen und Clematis als Rankhilfe, eine Konstruktion, die an dieser Stelle wiederum innen und außen verbindet. Die Kugelakazie entspricht der fördernden Form dieses Bereiches, Kugeln aus Metall können in die Unterpflanzung integriert werden und sammeln Energie.

 

Zum Abschluss noch vier himmlische Tiere

  •   Die Schildkröte hält mit ihrem stabilen Panzer den Rücken frei: symbolisiert wird sie durch das     Wohnhaus, das wir im Rücken haben, wenn wir den Garten betrachten und betreten.
  •   Von hier aus schweift der Blick - vergleichbar dem Flug eines Vogels - über den Garten zum Blickpunkt im Bereich Ruhm und über die Gartengrenzen hinaus: der sagenhafte Vogel Phoenix. Gelenkt wird der Blick durch gerüstbildende Bäume und Sträucher, die rechts die nachbarliche Scheune mit ihrem Laub verdecken und links den Blick entlang der Magnolie in Richtung Schwimmbadecke leiten.
  •   An der linken Gartenseite finden wir den aktiven und dominanten Drachen, er ist der mächtige Bewacher des Hauses. Er findet sich wieder in hohen und schützenden Bäumen und Sträuchern bzw. der Mauer auf dieser Gartenseite.
  • An der rechten Gartenseite liegt der Tiger. Er ist sanfter als der Drache, aber stets bereit, auf Bedrohungen zu reagieren: dargestellt findet er sich in der leichten Pergola, den niedrigeren Rosen- und Buchssträuchern.