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Entwurf
für einen Feng-Shui-Garten
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Feng Shui: ist
ein grundlegendes Prinzip der gestaltenden Konzeption des Gartens. Das
Bagua
weist jedem Lebensbereich einen entsprechenden Gartenbereich zu, der
dann durch
seine besondere Gestaltung diesen Lebensbereich fördert und
stärkt. Der Fluss
der Lebensenergie Chi soll ungehindert durch alle Bereiche des Gartens
und
damit des Lebens möglich sein. Daher verläuft der neu
anzulegende Weg - sein
Belag besteht aus hellem Perlkies, eingerahmt und gehalten durch
Randstreifen
aus dem vorhandenen Betonpflaster, in angenehmem Schwung vom Haus in
den
Garten, indem er die einzelnen Bereiche verbindet.
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Der
zentrale Übergang vom Wohnhaus in den Garten entspricht dem
Bereich ‚Karriere’ mit der Terrassen. Um das Thema
‚Karriere’ zu fördern, ist es sinnvoll,
hier einen besonders anziehenden Bereich zum Aufenthalt
zwischen Innen und Außen zu gestalten, als ob man Zeit zum
Verweilen benötigt für die Entscheidung, wo man sich
als nächstes hinwendet... Eine dem fördernden Element
Metall entsprechende Pergola aus Edelstahl
führt die Überdachung sinngemäß
nach draußen fort und schützt mit der Berankung der
Glyzinie vor großer Hitze. Dem Bereich Karriere ist das
Element Wasser zugeordnet, deshalb bietet es sich an, mit dem Geplätscher
einer Fontäne oder Wasserglocke das Wasser
für den Wasserlauf hier in Bewegung zu setzen und die Terrasse
mit dem Geräusch kühlenden Wassers zu bereichern.
Gleichzeitig laden Wasser und der spannungsreiche Bogen des Weges zum
Entdecken des Gartens ein.
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Das Zentrum des Gartens ist Sammelpunkt der
Energie und strahlt als einfache Rasenfläche Ruhe aus.
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Dieser
Bereich ist Raum für Einkehr und Stille. Ein einzelner Sitz
aus Stein unter einem Baumdach
und von Sträuchern halb verdeckt, lädt zur
Kontemplation ein: er ist ein attraktiver Blickfang, die
Atmosphäre so angenehm, dass sie anziehend wirkt. Der Blick
schweift von hier aus durch den Garten, beruhigt durch das
Plätschern des Wassers.Hier hält der Betrachter vom
Alltagsgeschehen inne und sammelt Kraft.
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Besonders
förderlich ist hier der lauschige Sitzplatz mit großem
runden oder ovalen Tisch auf dem Steg, an dem alle
Familienmitglieder und Freunde unter dem Laubdach der Magnolie in
unmittelbarer Nähe des Wassers Platz finden. Eine Reihe
Zebragras (Miscanthus sinensis ‚Zebrinus’) trennt
Weg und Steg und erinnert an einen Gang durch's Schilf. Die lockere
Strauchpflanzung vor der Mauer als Ruhe ausstrahlender Hintergrund und
notwendige Abschirmung zur Straße bietet zusammen mit der
Unterpflanzung aus attraktiven Stauden in vielfältigen
Blattstrukturen und Blütenformen, wie z.B.
Waldgeißbart, Hosta, Hortensien, weißer Phlox,
Farne und Gräser, einen Blickfang sowohl vom Sitzplatz aus,
als auch für den Betrachter vom Weg aus. Klangwerkzeuge
aus Holz in säulenförmig aufstrebender Form
bereichern diesen Bereich zusammen mit dem Geplätscher des
Wasserlaufes noch um akustische Sinneswahrnehmungen.
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Wichtigste
Vorraussetzung für die Gestaltung des
rückwärtigen Gartenraumes ist die Errichtung einer Mauer
als Abschluss und zur Abschirmung von Lärm und
Einblicken von Außen in einer Höhe von 2,00 m. Das Element
Wasser wirkt Reichtum fördernd, weshalb das
gewünschte Schwimmbecken in diesem Bereich eingeplant ist.
Geschützt vor Wind und Einfluss von außen kann sich
die Familie im Wasser erfrischen und auf dem Steg – Holz
ist das zugeordnete Element – ausruhen. Sitzmöbel
und Deckchairs sollten hier deshalb auch aus Holz sein, da Metall
hemmend wirkt. Das Wasser des Schwimmbeckens könnte nach dem
Vorbild von Schwimmteichen mit Pflanzen und Kiesfilter gereinigt
werden, so dass auf den Einsatz von Chemie verzichtet werden kann. Lichtsäulen
(Strahlen von unten nach oben) erhellen diesen Bereich abends und auch
im Winter. Die Säulenform findet sich auch in den
ausgewählten Bäumen: der Raketenwacholder,
Säulenkirsche und geschnittene Eibe, deren Form vor der Mauer
besonders gut zur Geltung kommt. Gelockert werden diese strengen
Säulen von aufrecht wachsendem Bambus und Gräsern mit
zarten beweglichen Halmen.
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Innere
Strahlkraft, das „Licht der
Persönlichkeit“ zeigt sich in dieser Zone. Hier
werden edle Accessoires, z.B. eine Feuerschale platziert, die wiederum
die persönliche Ausstrahlung nähren. Das diesem
Bereich zugeordnete Element Feuer
prädestiniert für den Grillplatz: Natursteinquader
bieten sich entlang des Weges zum Sitzen und Schauen an. Eibe und
Stechpalme werden in Kegelform geschnitten und von
kegelförmigem Lichtstrahl erhellt. In der
Raumstruktur ist dieser Bereich durch die Ausrichtung zur Mitte eng mit
dem Zentrum Tai Chi verbunden.
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Dem
Bereich Partnerschaft wird nach dem Bagua
– Prinzip das Element Erde zugeordnet und demnach
Pflanzenformen, die rund wachsen und sich zur Erde neigen. Ein
Pavillon, der Zweisamkeit gewidmet, erhält in dieser
Gartenecke eine entsprechende Dachform. Die Hängekirsche mit
ihren Zweigen beschirmt und schützt diesen Bereich ebenso wie
der Bambus, dessen Halme weit überhängen. Holz wirkt
in diesem Bereich hemmend, deshalb wird der Pavillon gemauert und
entsprechend dem Element Erde mit Ziegeln oder Schiefer gedeckt.
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Diese
Zone ist die aktivste des Gartens und diejenige, die am
stärksten die Kreativität fördert. Deshalb
ist ihre Gestaltung heiter,
abwechslungsreich und anregend. Zum unteren Garten führt eine
bequeme und einladende Treppe, die von Buchskugeln u.a. flankiert wird,
so dass das Chi nicht ungebremst den Hang hinuntersausen kann.
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Dieser
Raum bildet wieder den Übergang vom Haus in den Garten und
symbolisiert den regen und intensiven Austausch mit der Umwelt. Positiv
wirkt das Element Metall mit den Farben Weiß, Silber und
Gold. Um diesen Bereich zu fördern, dient ein einfaches,
leichtes Rankgerüst aus Metall Rosen und Clematis als
Rankhilfe, eine Konstruktion, die an dieser Stelle wiederum innen und
außen verbindet. Die Kugelakazie entspricht der
fördernden Form dieses Bereiches, Kugeln aus Metall
können in die Unterpflanzung integriert werden und sammeln
Energie.
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Zum Abschluss noch vier himmlische Tiere
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Die
Schildkröte
hält
mit ihrem stabilen Panzer den Rücken frei:
symbolisiert wird sie durch das Wohnhaus, das wir
im Rücken haben, wenn wir den
Garten betrachten und betreten.
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Von hier aus schweift
der Blick - vergleichbar dem Flug eines Vogels - über den
Garten zum Blickpunkt
im Bereich Ruhm und über die Gartengrenzen hinaus: der
sagenhafte Vogel Phoenix. Gelenkt wird
der Blick durch gerüstbildende Bäume und
Sträucher, die rechts die nachbarliche
Scheune mit ihrem Laub verdecken und links den Blick entlang der
Magnolie in
Richtung Schwimmbadecke leiten.
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An der linken
Gartenseite finden wir den aktiven und dominanten Drachen,
er ist der
mächtige
Bewacher des Hauses. Er findet sich wieder in
hohen und schützenden Bäumen und Sträuchern
bzw. der Mauer auf dieser
Gartenseite.
- An der rechten
Gartenseite liegt der Tiger. Er ist sanfter als der Drache, aber
stets bereit, auf
Bedrohungen zu reagieren: dargestellt findet er sich in der leichten
Pergola,
den niedrigeren Rosen- und Buchssträuchern.
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