| |
Die
Neugestaltung des Schulhofes hatte mit Elternbeteiligung zu einem
Entwurf durch die FSE, der Forschungsstelle für Frei- und
Spielraumplanung geführt.
Unser Büro
wurde mit der Ausführungsplanung der Bereiche für die
Kletter-
wand und die Kletterhäuschen, der Pflanzplanung sowie
der fachlichen Betreuung zur Organisation der Elterneinsätze und der
Bauleitung beauftragt.
- Die
Kletterwand aus riesigen Findlingen bereichert den schon bestehenden
und mit einem Multifunktionsspielgerät bereits ausgestatteten
Sandbereich. Hier können sich bewegungshungrige Schüler der
Grundschule in den Pausen und während der Betreuungszeiten austoben.
Fallschutz besteht unterhalb der Kletterwand aus Sand, oberhalb
zwischen den Gerätehäuschen aus Rindenhäcksel.
- Ein
weiterer Bereich zur Ausführungsplanung waren die Kletterhäuschen:
schon Bestand, sollten sie renoviert wieder einen besonderen Platz
in einem versteckten Bereich erhalten, um hier Rückzugsmöglichkeiten
für ruhigere Spielarten zu bieten. Die Mosaikschlange wirkt zunächst
als „Bremse“ für Nachlaufspielende Schüler oder auch als Sitz- und
Beobachtungsplatz. Dahinter, führt die Spirale der Mosaikschlange
ins Bambuslabyrinth, in dem sich auch die Spielhäuschen verbergen.
Zur Straße hin wird der Bereich mit Kletterpflanzen am Zaun entlang
abgeschirmt.
- Zur
Bepflanzung sind zunächst ungiftige, sehr robuste und
trockenheitsverträgliche Gattungen bzw. Arten vorgesehen.
Dornen und Stacheln fielen aus sicherheitstechnischen Gründen aus.
Auch immergrüne Belaubung ist ein wichtiger Aspekt, damit auch im
Winter der Schulhof nicht ohne Attraktivität bleibt. Bambus und
Buchs, die auch im Schatten der bestehenden hohen Bäume noch
gedeihen, gehören deshalb zu den Leitpflanzen. Ebenso sollten den
Schülern Duftpflanzen die Nasen anregen und Flieder fand in
schattigen, eher feuchten Bereichen Verwendung.
- Um auch
seltene, einheimische und eher unbekannte Pflanzen den Schülern vor
Augen zu führen, wurde die Mispel, Mespilus germanica, Wildrosen wie
die Hundsrose, Rosa canina, die Kartoffelrose, Rosa rugosa, außerdem
die einheimische und trockenheitsverträgliche Felsenbirne,
Amelanchier ovalis und der fast vergessene Holzapfel, Malus
sylvestris, verwendet, um nur einige zu nennen.
- Bereiche
wie die Kletterwand und die Bühne wurden von sachkundigen und
maschinenbewehrten Garten- und Landschaftsbauunternehmen gebaut.
- Die
Ausführung der Mosaikschnecke planten Eltern und die Ausführung
übernehmen die Schüler jahrgangsweise, nachdem die Gala-Bauer die
Fundamente fachgerecht eingebaut
haben.


|